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Willkommen beim Tri-Team Hagen

TRI-TEAM mit Familienstart durch Vorarlberg


Am 25.08. starteten Sara Baumann, Luca Heerdt und Jochen Baumann beim Transvorarlberg Triathlon. Der Name ist Programm und Faszination des Triathlonrennens zugleich. Nach einem Schwimmen im Bodensee vor Bregenz gilt es mit dem Rad das österreichische Bundesland Vorarlberg zu durchqueren, um in den Alpen im Ski und Bergort Lech die abschließende Laufstrecke zu meistern. Diese Highlights ziehen seit Jahren Altersklassensportler und viele internationale Stars der Triathlonszene an. 2019 war die Leistungsdichte außerordentlich, neben zahlreichen internationalen Stars gab sich Daniela Ryf, die Seriensiegerin der IRONMAN WM auf Hawaii, ein Stelldichein.




Perfekte Bedingungen gaben somit einen tollen Rahmen für ein besonderes Triathlonerlebnis. Luca Heerdt für Münster startend und Freund von der Hagener Spitzentriathletin Sara Baumann wollte nach seinem Sieg beim Ostseeman 70.3 am 03.08. zeigen , dass er nicht ohne Grund mittlerweile zur internationalen Spitze auf längeren Distanzen gehört. Sara selbst, die an der Ostsee den 3. Platz erreichte, war ähnlich motiviert.

1,2 km Schwimmen, 93km Rad über den Hochtannbergpass mit ca. 1.600 Höhenmetern und bergigen 12 km rund um Lech waren erforderlich um das wunderschöne Bundesland zu durchqueren und das Ziel in Lech zu erreichen.




Im Wasser und auf der Radstrecke konnten Sara und Luca noch voll in den jeweiligen Spitzengruppen Akzente setzen, bis zur Passhöhe bewegten sich beide unter den TOP 10 teilweise zwischen Platz 5-8. Allerdings reichte die Kraft noch nicht ganz um bei der Entscheidung um die Topplatzierungen mitmischen zu können. Auf der abschließenden Laufstrecke mussten beide den Anstrengungen des hochalpinen Rennens und der Saison Tribut zollen. Luca erreichte das Ziel als 12. Der 430 Athleten, Sara wurde 20. in einem Weltklassefeld der Frauenwertung (>100 Teilnehmerinnen).

Abgerundet wurde die Leistung des TRI-TEAM HAGEN Ausflugs in die Alpen durch Jochen Baumann als 109. und 11. Der AK 50.




Mit 25 Jahren gehören Luca und Sara noch zu den Youngstern im Feld der Landstreckenathleten und können somit nach der mehr als erfolgreichen Saison, nach tollen Platzierungen in Bonn, an der Ostsee oder am Chiemsee erwartungsvoll in die Triathlonzukunft blicken.

Ergebnisse:

20. Sara Baumann         4:43:41 (17:14 / 3:23:34 / 1:02:51)
12. Luca Heerdt             3:59:06 (15:55 / 2:53:29 / 0:49:41)
109. Jochen Baumann   4:59:25 (20:28 / 3:34:06 / 1:04:49)


 

GochNESS Triathlon

Am Sonntag den 25. August ging der DTU Triathlon -Jugendcup 2019 mit dem GochNESS Triathlon in Goch in die letzte Runde. Die Talente der Jugend A und der Jugend B kamen am Niederrhein noch mal zusammen um zu ermitteln, wer in 2019 die konstantesten deutschen Nachwuchsathleten sind. Mit dabei vom Tri Team Hagen: Lukas Merta.

Nach den ersten beiden Rennen in Jena und Grimma wollte auch Lukas in Goch seine Leistungen mit den Nachwuchstriathleten aus allen Bundesländern messen.



Sein Ziel war es mit einer besseren Zeit und Platzierung als in Grimma den Cup abzuschließen. Auf dem Programm für die Jugend A stand eine Sprintdistanz (750/20/5). Beim Schwimmen konnte Lukas wie gewohnt sein Können abrufen, stieg im Mittelfeld aus dem Wasser und sortierte sich nach einem schnellen Wechsel in der 3. Radgruppe ein. Mit HighSpeed Tempo wurde auf einem 3,3 km Rundkurs gefahren. Damit hatte er bereits eine gute Grundlage für ein zufriedenstellendes Ergebnis gelegt. Konnte er doch das hohe Tempo in der Gruppe gut mitfahren. Dann wurde zügig in die Laufschuhe gewechselt und jetzt zeigte sich wer bei den hohen sommerlichen Temperaturen noch genügend Kraft hatte die 5 km Laufstrecke zu absolvieren. Lukas hatte mit der Hitze etwas zu kämpfen und musste einige Athleten an sich vorbeiziehen. Nach 1:05:20 kam er als 35. der Jugend A ins Ziel, womit er sein selbst gestecktes Ziel erreichte und sich das Training in den Ferien auszahlte. Es war seine beste Platzierung in dieser Saison im DTU Cup.





Wie sich im Nachhinein herausstellte, hat er den Wettkampf mit angebrochenem Fuß absolviert, nachdem er beim Schwimmstart vom Sandstrand aus umgeknickt ist.


Unter Adrenalin ist alles möglich!


Neben dem DTU Cup, wird im Rahmen des GochNESS Triathlon ein Schülertriathlon ausgerichtet welcher nicht minder stark besetzt ist. Mit am Start bei den Schülern A waren Julian Behrendt und Luis Merta.

Für Luis startete der Wettkampf nicht zu seinem Vorteil, er positionierte sich schon beim Schwimmstart für ihn ungünstig, hatte etwas zu kämpfen und litt unter den heißen Temperaturen. Somit konnte er nicht das erreichen was er erwartet hatte, lief aber dennoch als 10. nach 39:19 ins Ziel.

Besser hingegen lief es für Julian. Der zeigte direkt zu Beginn ein starkes Rennen, konnte sich gut mit dem Rad positionieren und auf der Laufstrecke nochmal Gas geben. Julian lief als 8. mit einer Endzeit von 36:54 über die Ziellinie.



Als die Jugendlichen ihre Rennen beendet hatten wurden die Volksdistanzler auf die Strecke geschickt. Hier waren das Tri Team mit drei aktiven vertreten. Nicole Magnago, Frank Melchior und Nicole Meyer. Sie erzielten folgende Leistungen:


Volksdistanz 500 / 20 / 5

Nicole Meyer 01:16:47; Gesamt 97, AK Pl.4

Nicole Magnago 01:19:30; Gesamt 111, AK Pl.6

Frank Melchior 01:06:31; Gesamt 20, AK Pl.9


 
Möhnesee Triathlon

Beim Möhnesee Triathlon waren wieder einige Hagener Trias am Start, unterstützt von einer Hagener Fangemeinde und bei guten äußeren Bedingungen. Wolfgang Lieven, Kai Haupt, Thomas Hacke, Natalya Geppert und Peter Müller wagten sich auf die Olympische Distanz. Für Wido Weide stand die Sprintdistanz auf dem Programm. Für alle war es ein gelungener Wettkampf mit guten Ergebnissen.


Olympische Distanz:

P. Müller 2:31:10 Pl. 23 AK 45 3.

K.Haupt 2:47:35 PL. 86 AK 50 14.

W. Lieven 2:47:38 PL. 87 AK 50 15.

T. Hacke 3:11:38 PL. 162

N. Geppert 3:45:09 PL. 186 AK 45 3.


Sprintdistanz

W. Weide 1:12:05 PL. 14 AK 2.





 

TRI-TEAM – Sparda-Bank Team Hagen Teil der Finals


Am Wochenende wurden die Deutschen Meisterschaften in 10 verschiedenen Sportarten in Berlin ermittelt. Mit dabei das TRI-TEAM HAGEN. Die erste Entscheidung am Samstagvormittag war den Triathletinnen vorbehalten. Die Deutschen Meisterschaften der Elite im Sprinttriathlon (750m-20-5) wurden im Rahmen des vierten Bundesligarennens ausgetragen, live übertragen im öffentlichen Fernsehen und livestream.


Start Strandbad Wannsee, Rad durch den Grunewald (Havelchausee) zum Olympiaplatz vor dem Olympiastadion, dort zwei kurze Radrunden und zwei abschließende Laufrunden. In der Besetzung Clara Ahrbecker, Rike Kubillus und Tereza Zimovjanova wollten sich die Hagenerinnen für das Rennen in Tübingen rehabilitieren, Lilli Gelmini hatte kurzfristig ihren Start abgesagt, Sara Baumann startete zeitgleich beim OstseeMan über die Mitteldistanz (1,9-90-21).


Nach dem Schwimmen im Wannsee bildeten sich vier Radgruppen, nach zwei kleineren Stürzen in den Verfolgergruppen konnte die Führungsgruppe jedoch einen Vorsprung rausfahren, dass schnell klar wurde, dass die Entscheidung über den Sieg nur dort ausgelaufen werden konnte. Das Klassement wurde nach einem packenden Radsplit auf zwei 2,5km Runden rund um den Olympiaplatz ausgelaufen. Die Wechselzone und Ziellinie waren eingebettet in ein mobiles Stadion auf dem Vorplatz des Olympiastadions vor einer mit 5.000 begeisterten Zuschauern ausverkauften Tribüne. Mehr „Olympiafeeling“ für Starterinnen, Betreuer und Zuschauer ging nicht!




In der Endabrechnung konnte Tereza diesmal aus der zweiten Verfolgergruppe heraus Akzente setzen und wurde im DM Rennen 28., Rike, die nach ihrer Fußverletzung, im Verlauf der Saison, nie richtig ihre Laufform gefunden hat, wurde 41. und Clara 51.. Für die Tageswertung bedeutete dies Platz 13. Der sportliche Abstieg konnte so leider nicht verhindert werden.

Trotzdem hat das Wochenende gezeigt, das Triathlon, präsentiert wie in Berlin im Rahmen der Finals, aufregend, schnell, packend und rasant ist. Für solche Momente lohnt es sich, alles dafür zu tun professionellen Triathlonsport weiterhin im TRI-TEAM HAGEN realisieren zu können. Im Herbst wird sich entscheiden in welchen Ligen 2020 die beiden Top Teams des TRI-TEAM HAGEN tatsächlich starten können.




Neben den Finals in Berlin waren die Athleten*innen in ganz Deutschland aktiv. Tereza Zimovjanova wagte nach ihrem 28. Platz in Berlin sogar einen Doppelstart und wurde am Sonntag im gleichen Wettkampfformat Meisterin der Tschechischen Republik in Tabor. Carl- Daniel Mittelbach holte über die Olympische Distanz (1,5-40-10) in Sassenberg die NRW Meisterschaft und für Sara Baumann lohnte sich der etwas schmerzhafte Verzicht auf die Finals, sie erreichte im Profifeld des OstseeMan (1,9-90-21) als 3. einen Podiumsplatz. Darüber hinaus startete das zweite Damenteam in der Regionalliga und beide Teams der Masterliga.


Ergebnisse:

Triathlon Bundesliga - Die Finals, 03.08.19:

Tageswertung: 13. Platz - Sparda-Bank Team Hagen

28. Tereza Zimovjanova 1:04:38

41. Rike Kubillus 1:05:27

51. Clara Ahrbecker 1:07:11


Abschlusstabelle:

1 EJOT Team TV Buschhütten 80

2 Triathlon Potsdam 72

3 REA Card Triathlon Team TuS Griesheim 64

4 ProAthletes- KTT 01 61

5 SG Triathlon one Witten 57 (259)

6 SSF BONN Team artegic 57 (283)

7 Schwalbe Team Krefelder KanuKlub 56 (251)

8 Triathlon Team DSW Darmstadt 56 (296)

9 KIWAMI-Team MRRC München 56 (306)

10 TuS Neukölln Berlin 44

11 Sigma Sport Team Viernheim 40

12 Bayer 05 Uerdingen I 39

13 Mey Post-SV Tübingen 38

14 Dresdner Spitzen Triathlon Team 37

15 Sparda Bank Team Hagen 29


Ostseeman 113 (1,9-91-21) 04.08.19:

1. Leonie Konczalla, Kaifu Tri Team, 4:15:49 (33:01/2:16:06/1:23:26)

2. Anine Hell, SV Würzburg 05, 4:24:00 (31:44/2:22:50/1:26:24)

3. Sara Baumann, Triathlon Team Hagen, 4:27:02 (30:17/2:22:52/1:30:53)

4. Hannah Arlom, LG Emsstetten Tri-Team, 4:29:17 (30:18/2:22:38/1:33:08)

5. Victoria Best, TriVelos Flensburg, 4:32:54 (33:23/2:27:02/1:29:05)

6. Lisa Schröder-Ott, 4.44:13 (30:34/2:26:10/1:44:13)

……….



 

Meisterschaft - Tschechische Republik in Tabor (750m-20-5) 04.08.

1. Zimovjanová Tereza (1995) CZE 1:07:34,4

2. Poláčková Pavlína (1996) CZE 1:08:12,6

3. Andrlová Veronika (1990) CZE 1:10:04,9



NRW Meisterschaften Sassenberg (1,5-46-10,5)

Männer: 
1. Carl Daniel Mittelbach 2:07:42
2. AK 55 Matthias Janning 2:25:55

Damen: 
6 Anna Catharina Schauerte 2:34:36


Masterliga Sassenberg 3. Rennen (1,5-46-10,5)

7. Platz TRI-TEAM HAGEN Master I

7. Janning, Matthias 2:25:55

23. Höfling, Michael 2:33:35

42. Friedrich-Heyking, Marc 2:41:47


18. Platz TRI-TEAM HAGEN Master II

14. Riep, Arnim 2:31:32

68. Müller, Roger 2:59:41

84. Benz, Christian 3:14:08






 

Der längste Tag des Jahres oder wie ich meine persönliche Challenge gewann


Nach ca. 8 Monaten der Vorbereitung war es am 07.07.2019 endlich so weit. Die Challenge Roth hatte gerufen und 3500 Einzelstarter und 650 Staffeln waren dem Ruf gefolgt. Mit meiner Familie war ich schon am Freitag nach Nürnberg angereist, um von da nach Roth zu fahren und die Startunterlagen abzuholen und einen ersten Überblick über das Zielgelände und die Expo zu bekommen. Es liegen ca. 30 km zwischen Nürnberg und Roth. Die Fahrzeit ca. 30 Minuten, wenn kein Stau ist.


Am Samstag ging es dann so um 14:00 Uhr nach Hilpoltstein zum Start und der Wechselzone 1 (WZ1), um das Fahrrad und den Beutel mit den Laufsachen abzugeben. Wie wird das Wetter am Sonntag? Was brauche ich alles beim Laufen, was eventuell? Gar nicht so einfach die Laufsachen einen Tag vorher zu planen. Gleichzeitig eine gute Gelegenheit sich mit den Gegebenheiten vor Ort vertraut zu machen. Wo ist der Schwimmstart – wo der Ausstieg? Wie komme ich an den Bike-Beutel und wie zum Rad? Durch die vielen Starter waren die Straßen und Parkplätze sehr voll, so dass ich viel Zeit im Stau und dem längeren Fußmarsch verbrachte und dadurch mehr Zeit als geplant benötigte. Danach ging es nach Roth zur Wettkampfbesprechung um 16:00 Uhr.


Angekommen um 15:59 Uhr und noch einen Sitzplatz im proppenvollen Zelt ergattert. Die wichtigste Erkenntnis aber war die Wassertemperatur 24,4 Grad! D.h. ich darf mit Neopren schwimmen. Obwohl ich eine Langdistanz ohne Neopren-Anzug im Kanal auch mal spannend gefunden hätte. Die Wetteraussicht für Sonntag war recht spannend. Die Temperaturen sollten bis maximal 22 Grad sehr angenehm werden, aber es stand auch ein Gewitter in der Wetter-App.


Anschließend zurück nach Nürnberg, um nach etwas zu essen und früh ins Bett zu gehen. Da es noch sehr warm war, war es nicht leicht einen kühlen Platz zum Essen zu finden. Um 19:30 gab es dann ein Steak mit Reis und Pommes dazu ein alkoholfreies Weizen. Für mich die beste Vormahlzeit für den nächsten Tag. Danach zurück ins Hotel und nach einem kleinen Abstecher auf die Dachterrasse mit einem wunderschönen Überblick über die Dächer der Stadt. 22:00 Uhr ab ins Bett.


Sonntag 4:00 Uhr - der Wecker klingelt. So, heute ist es soweit. Meine zweite Langdistanz. Die erste hatte ich im letzten Jahr in Frankfurt bei 28 Grad mit 12:12 gefinisht. 12 Minuten länger als geplant. Das sollte dieses Jahr anders sein. Erstes Ziel finishen. Zweites Ziel unter 12 Stunden. Mein Trainer Rouven sagte mir in einem der Vorgespräche, dass finishen kein Problem sein sollte, wenn es normal läuft. „11:59 - aber Du bist gut für 11:45. Wenn es sehr gut läuft dann auch eine 11:29!“ Na ja, er muss es ja wissen…


Jetzt noch schnell die letzten Vorbereitungen wie Tattoos der Startnummer aufbringen, Sonnenschutz auftragen, die Trinkflaschen zubereiten und Zähne putzen. Ein Powercocktail - Essen kann man ja später noch.


Abfahrt 4:45. Auf zum Schwimmstart nach Hilpoltstein. Den Athleten war geraten worden, um 4:45 vor Ort zu sein. Der Start der Profis war um 6:30. Meine Startgruppe 15 um 7:45 Uhr, also sollte genug Zeit für die persönliche Wettkampfvorbereitung sein. Alle wollten zum Start, Athleten und Zuschauer. Nach ca. eine Stunde Anfahrt war ich um 6:05 am Parkplatz vor Ort. Erst leichter Nieselregen, dann ein kleiner Schauer. Bis 6:15 Uhr musste man seinen Bike-Beutel selber ablegen. Also schnell zur WZ1 marschiert. Puh, geschafft und da ich nun schon mal dort war die notwendigen Handgriffe am Rad, wie Reifen aufpumpen und die Verpflegung einrichten und, ach ja, wo ist die Startnummer? Ok im Bike-Beutel - das ist ok.


Danach ging es zurück über die Brücke auf die andere Seite des Main-Donau-Kanals zur Familie und zum Frühstück. Pünktlich zum Start der Profis um 6:30 hatte ich dann auch mein Müsli fertig. Nach dem Start weiterer Startgruppen machte ich mich dann so gegen 7:00 Uhr auf den Weg zu meinem eigenen Start. Auf dem Weg noch ein paar Bekannte getroffen. Schön, wenn man weiß, dass man nie alleine ist.


Ab in den Neo und die restlichen Sachen ans Rad. Die Sachen, die man nach dem Rennen benötigt in den After-Race-Beutel und ab zum Start. Mh, wo war noch mal die Vaseline? Mist, schon im Beutel und abgegeben. Und nun? Nah, es sind ja noch eine paar andere Athleten vor Ort oder besser mal beim DRK nachfragen. Und richtig die freundlichen Helfer hatten extra Vaseline eingepackt. Vielen Dank!


7:40 - meine Startgruppe darf ins Wasser. Haube auf, Brille fertig machen, zweite Haube auf. Los geht es zur Startleine im Wasser. Bumm !! 7:45 - mein Rennen läuft. Mit 210 Athleten geht es nun den Kanal hinauf, nach ca. 1,9 km wenden und dann 1,9 km zurück zum Start schwimmen.


Alles läuft bestens, das Wasser warm wie ´ne Badewanne, genug Platz und ein guter Rhythmus von Anfang an. Unterwegs die Familie gesehen und gewunken. Der Rückweg war lang und hin und wieder merkte ich den Anflug von einem kleinen Krampf in den Waden, aber kurz gedehnt und locker gemacht. Alles im allem lief es gut. Hatte meiner Frau gesagt, wenn ich unter der Brücke herschwimme, dann drehe ich mich auf den Rücken, dann kannst du mich besser erkennen. Schei… Idee - Krampf in beiden Waden. „Mach doch nicht schon Schei..! Der Tag wird noch lang.“ Also zurück in Bauchlage die Krämpfe gelöst und sicher zum Schwimmausstieg geschwommen. Dort von den netten Helfer in Empfang genommen worden und an Land geschoben worden.


Auf dem Weg zum Umkleidezelt den Bike-Beutel in die Arme gedrückt bekommen und im Zelt liebevoll beim Umziehen unterstützt worden. Wobei umziehen zu viel gesagt ist. Raus aus dem Neo Helm auf, Radschuhe und Startnummer an und ab zum Rad. Auf dem Weg dorthin noch schnell ein Gel und ab auf das Rad. So, die nächsten 5- 6 Stunden in die Pedale treten und den Landkreis Roth genießen. An jeder Verpflegungsstation war eine super Stimmung und die Aufnahme von Wasser, Iso und Bananen lief problemlos.


Dann kam er - der Solarer Berg. Erst noch mit Gittern abgesperrt doch nach ein paar hundert Metern waren die Gitter weg und die Zuschauer standen direkt vor Einem und wischen erst im letzten Moment zur Seite. Wie geil ist das denn!! Vor lauter Eindrücken vergessen sich aus der Liegeposition aufrecht zu setzen, was vom Moderator vor Ort mit einem „Kann mal mach machen - Tri-Team Hagen“ kommentiert wurde.


Ich fuhr einfach weiter und holte den vor mir fahrenden schnell ein. Der wurde immer langsamer, da auch er noch einen Fahrer vor sich hatte. Und dann wäre es fast passiert - die beiden vor mir bremsten und ich fuhr dem Vordermann fast ins Hinterrad. Für einen Augenblick hob mein Hinterrad vom Boden ab. Gut, dass hier die Leute so eng stehen, so dass man nicht hätte umfallen können. Puh noch einmal gut gegangen.


Der Rest der Fahrt verlief ohne nennenswerte Ereignisse und auch der Solarer Berg in der zweiten Runde war immer noch beeindruckend.


Nach 5:48 ging es dann in die WZ2. Beutel genommen und ab in die Laufschuhe. Den Rest hat die nette Helferin wieder in die Beutel gelegt und schon war ich durch. Jetzt nur noch den Marathon. Nur nicht zu schnell angehen. Also Blick auf den Tacho. Ups, viel zu schnell. Dann endlich ein langsamer Läufer. Dahinter geklemmt und immer noch zu schnell. Dann aber am Kanal endlich die gewünschte Pace von 6:00 – 6:15 eingependelt. An jeder Verpflegungsstation kurz aufgetankt und zur Sicherheit mal auf´s Dixi. Schon doof, wenn man nur Luft ablassen will und nicht weiß ob es bei Luft bleibt. Aber alles gut. Das Spiel wiederholte sich noch so 3 – 4 Mal. Aber vielleicht waren es ja genau diese kleine Stopps, die dazu geführt haben, dass der Rennplan aufging. Jedenfalls fühlte ich mich mit jedem Kilometer besser und fitter. Und bei KM 24 dann vertraute Gesichter - meine Frau und Schwiegermutter. Schön sie zu sehen. Ein kleiner Kuss zur Stärkung und weiter geht’s. Bei KM 27 dann ein Krampf im hinteren Oberschenkel. War es das? Kleiner Stopp, kurz gedehnt und es konnte weitergehen. Schön an den Plan halten…


Bei KM 32 dann meine Eltern, schön am Biertisch direkt an der Laufstrecke. Und da habe ich gemerkt - alles läuft mehr als super. Da geht noch was !! Also Feuer frei - mal sehen was geht.


Die letzten KM vergingen im wahrsten Sinne des Wortes wie im Flug, mit einer Pace von 5:00, teilweise auch schneller, ging es um den Weiher in Büchenbach und zurück nach Roth. Da stand fest die 11:59 ist geknackt. Die 11: 45 kein Problem mehr. KM 36 - noch Körner im Tank, also weiter mit leichten Füßen über den Asphalt. Nur Fliegen ist schöner !! Dann war er da - der Zielkanal. Kurz die Zeit gecheckt: 11:22:34. Wie geil, meinen Wunsch nicht nur erreicht, sondern meine Traumzeit erfüllt.


Kann ein Finish schöner sein? Im Zielkanal noch eine alte Bekannte gegrüßt, da kam auch schon von der gegenüberliegen Seite der Kommentar: Eh, nicht nur die Blondinen. Mein Schwiegervater und meine Eltern. Überglücklich bedankte ich mich bei jedem mit einer Umarmung und dann in die Zielarena. Wahnsinn !! 10.000 Menschen passen hier rein. Gut, es war nicht ausverkauft aber viele leere Plätze waren nicht zusehen. Apropos sehen. Wo ist meine Frau? Am verabredeten Punkt war sie nicht. Also mal die anderen Reihen durchschauen – auch nichts. Vielleicht auf einer anderen Tribüne? Auch nichts. So nun noch mal ganz langsam. Alle Reihen, alle Tribünen durchsucht. Keine Frau. Mh, ihr wird wohl nichts passiert sein? Aber erst einmal rein ins Ziel. Zeit 11:24:11 Traumzeit und ich könnte noch weiterlaufen. Wie geil ist das denn?


Nach der Finisherverpflegung war dann auch meine Frau wieder da. Der Shuttlebus fuhr nicht so wie geplant und dadurch war sie noch auf der Strecke während ich schon im Ziel die Massage und eine Dusche genoss. Dass hat man davon, wenn man einen fast perfekten Renntag hat. Man ist schneller im Ziel als gedacht. So war es dann doch nicht der längste Sporttag meines Lebens, sondern mein persönlicher Gewinn. Danke an alle, die mich in den 8 Monaten der Vorbereitung unterstützt haben, vor allem danke an meine Frau, die mich von allem zu Hause entbunden hat, was nichts mit Sport, Essen oder Schaffen zu tun hatte. Vielen Dank!


Fazit: nächsten Jahr gerne wieder – vielleicht ja auch als Staffel .


 
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