Ironman Malaysia
- Ein Vorbericht von Rüdiger Jochum


Für die meisten Triathleten des Tri-Team Hagen ist die Saison 2018 beendet, hier und da wird noch fleißig für einen Herbstmarathon trainiert, oftmals ist der Blick aber schon ausgerichtet auf persönliche Ziele und Herausforderungen im Jahr 2019.

Für mich steht der sportliche Höhepunkt des Jahres noch bevor – die Teilnahme am Ironman Malaysia. Mehr als 11 Monate gezielter und intensiver Vorbereitung liegen hinter mir, weitere 5 Wochen vor mir – der Countdown läuft.

Unzählige Trainingsstunden, Hallenbad, Freiwasser, Rolle, Ruhrtalradweg, Laufband, Athletik, Krafttraining – in Relation hierzu Nahrungsaufnahme, ausreichend Ruhe... – Dinge, die normalerweise das Leben ausmachen kamen oftmals zu kurz. Aber wir alle machen den Sport freiwillig, niemand zwingt uns, genaugenommen dürfen wir uns sogar als äußerst privilegiert betrachten diesem Lifestyle nachgehen zu können. Ich jedenfalls fühle so – eine Mixtur aus Dankbarkeit und natürlich auch ein bisschen Stolz.


Wenn wir am 03. November abreisen aus Deutschland zu diesem – zugegebenermaßen - Abenteuer eines Ironman in Malaysia, dann werde ich natürlich Ziele haben. Es macht für mich keinen Sinn den ganzen Aufwand zu betreiben ohne klar benannte Ziele. Selbstverständlich bin ich mir darüber im Klaren dass ein Ironman-Finish an sich bereits ein Ziel ist, und bei allem Streben nach Zeiten und Platzierungen bleibt dies auch immer das primäre Bestreben. Der Respekt vor der puren Distanz und die Demut vor den Bedingungen eines solchen Rennens gebieten dies bereits. Trotzdem möchte ich mehr als nur ein weiteres Finish erreichen. Anja und ich fliegen nach Malaysia weil ich mir einen der raren und deshalb sehr begehrten Slots für die Ironman WM auf Hawaii 2019 sichern möchte. Das ist das Ziel, und an diesem Ziel werde ich mich selbst zu messen haben. Wie ich dieses Ziel erreiche wird im Rennen entschieden – Strecke, Wetterbedingungen und nicht zuletzt eine Reihe guter Triathleten werden Faktoren sein an diesem Tag. Für mich reduziert sich jedoch in meinen Gedanken alles auf mich selbst: meine Leistungsfähigkeit – meine Leidensfähigkeit – meine Geduld. Nur wenn ich es schaffen diese Eigenschaften am entscheidenden Tag in Übereinstimmung zu bringen wird es auch gelingen können. Und genau das ist meine Absicht.

Wer möchte kann mir am 17. November ab 01:00 Uhr nachts die Daumen drücken.

Es grüßt euch

Rüdiger


Rüdiger, der Verein zieht den Hut davor, mit welcher Konsequenz und Akribie du dich in den vergangenen Wochen und Monaten auf diese Event vorbereitet hast. Die Daumen sind gedrückt, wir wünschen dir den perfekten Tag!